{"id":39160,"date":"2022-08-12T10:00:15","date_gmt":"2022-08-12T14:00:15","guid":{"rendered":"https:\/\/alexhenryfoster.com\/?p=39160"},"modified":"2024-08-08T12:58:05","modified_gmt":"2024-08-08T16:58:05","slug":"metalinside-alex-henry-foster-the-long-shadows-interview-mit-alex-henry-foster","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alexhenryfoster.com\/ja\/metalinside-alex-henry-foster-the-long-shadows-interview-mit-alex-henry-foster\/","title":{"rendered":"[MetalInside] Interview Mit Alex Henry Foster"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"39160\" class=\"elementor elementor-39160 elementor-39138\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t\t\t<section data-particle_enable=\"false\" data-particle-mobile-disabled=\"false\" class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-14688836 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"14688836\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\" data-settings=\"{&quot;background_background&quot;:&quot;classic&quot;}\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-6a98d234\" data-id=\"6a98d234\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\" data-settings=\"{&quot;background_background&quot;:&quot;classic&quot;}\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-31b3dedd elementor-widget elementor-widget-theme-post-title elementor-page-title elementor-widget-heading\" data-id=\"31b3dedd\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"theme-post-title.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h1 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">[MetalInside] Interview Mit Alex Henry Foster<\/h1>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-24ee1dd3 elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-divider\" data-id=\"24ee1dd3\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"divider.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-divider\">\n\t\t\t<span class=\"elementor-divider-separator\">\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-7fb319a0 elementor-widget elementor-widget-theme-post-featured-image elementor-widget-image\" data-id=\"7fb319a0\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"theme-post-featured-image.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"800\" src=\"https:\/\/alexhenryfoster.com\/wp-content\/uploads\/ahf_tour_2021_tpt_20211017_pratteln_06_live_0090.jpg\" class=\"attachment-full size-full wp-image-39161\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/alexhenryfoster.com\/wp-content\/uploads\/ahf_tour_2021_tpt_20211017_pratteln_06_live_0090.jpg 1200w, https:\/\/alexhenryfoster.com\/wp-content\/uploads\/ahf_tour_2021_tpt_20211017_pratteln_06_live_0090-300x200.jpg 300w, https:\/\/alexhenryfoster.com\/wp-content\/uploads\/ahf_tour_2021_tpt_20211017_pratteln_06_live_0090-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/alexhenryfoster.com\/wp-content\/uploads\/ahf_tour_2021_tpt_20211017_pratteln_06_live_0090-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-72ac752a elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"72ac752a\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h3 style=\"text-align: center; margin-bottom: 0px;\">\u63b2\u8f09\uff1aMetalInside<\/h3>\n<p style=\"text-align: center; margin-top: 0px;\">\u539f\u6587\u306f<a href=\"https:\/\/www.metalinside.ch\/2022\/08\/alex-henry-foster-and-the-long-shadows-interview-mit-alex-henry-foster\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u3053\u3061\u3089<\/a>\u304b\u3089\uff08\u30c9\u30a4\u30c4\u8a9e\u306e\u307f\uff09<\/p>\n<strong>EINE MISCHUNG AUS INSTINKT, IMPROVISATION UND HINGABE<\/strong><br><br>\n\n<strong>Mit Alex Henry Foster and The Long Shadows im Vorprogramm, sollte man als Main Act eine gesunde Portion Selbstbewusstsein mitbringen. The Pineapple Thief sind zwar bekannt daf\u00fcr, dass sie immer wieder aufstrebende und h\u00f6chst interessante Kollegen mit an Board nehmen, doch auf der letzten Tour war alles etwas anders.<\/strong><br><br>\n\n\u00abH\u00f6chst interessant\u00bb beschreibt n\u00e4mlich nicht ansatzweise, was Alex Henry Foster mit seiner Band letztes Jahr im Z7 abgeliefert hatte. Ich kann ohne Zweifel sagen, dass das die beeindruckendste Performance einer Support Band gewesen ist, die ich bis anhin erleben durfte: \u00abA bloody experimental mindfuck\u00bb! beschreibst es wohl am besten. Mehr \u00fcber den faszinierenden Kanadier und seine aussergew\u00f6hnliche Musik und Vision erfahrt ihr hier im Interview.<br><br>\n\n<strong>Metalinside (Liane): Du kennst bestimmt das Zitat: \u201eIch kam, ich sah und ich siegte\u201c \u2013 \u201eVeni, vidi, vici\u201c von Julius C\u00e4sar. Dieses kam mir in den Sinn, als ich Alex Henry Foster and The Long Shadows letztes Jahr im Z7 in der Schweiz spielen sah. Es hat mich absolut umgehauen! Wie um alles in der Welt konnte The Pineapple Thief nach diesem unglaublichen starken Auftritt \u00fcberleben?<\/strong><br><br>\n\nAlex Henry Foster: Ja, ich kenne das Zitat sehr gut. Es gab eine Zeit, in der sich mein verstorbener Vater f\u00fcr Latein und Griechisch interessierte. In unserer kleinen Wohnung damals waren \u00fcberall eine Menge Geschichtsb\u00fccher verstreut. Dieses Zitat von Julius C\u00e4sar war allgegenw\u00e4rtig, wenn mein Vater mit etwas Recht hatte. Ich brauche wohl nicht zu sagen, dass ich es als Teenager ziemlich oft geh\u00f6rt habe\u2026! Das weckt alle m\u00f6glichen Erinnerungen in mir.<br><br>\n\nEs ist immer eine Herausforderung f\u00fcr jede Band mit Leuten auf Tour zu gehen, \u00fcber die man eigentlich nicht viel weiss. Diese Herausforderung war w\u00e4hrend unserer Tour mit The Pineapple Thief aufgrund der Pandemie und der Realit\u00e4t, mit der wir uns alle auseinandersetzen mussten, noch komplizierter. F\u00fcr mich war es wichtig, nicht nur etwas zu den hohen Standards der Konzerte beizutragen, die sie ihren Fans bieten. Es war mir wichtig, vor allem ihre Einladung, mit ihnen auf Tour zu gehen, zu honorieren. Ich versuchte, Abend f\u00fcr Abend die beste Version meiner selbst zu sein. The Pineapple Thief agieren in ihrer eigenen Welt. Sie sind eine solide Einheit, daher glaube ich nicht, dass sie sich zu irgendeinem Zeitpunkt w\u00e4hrend der Tournee allzu grosse Sorgen dar\u00fcber gemacht haben, was \u2013 oder wer \u2013 um sie herumschwirrte. Sie sind nette und diskrete Typen. Man kann eine Menge \u00fcber den Charakter einer Band von ihren Fans lernen. Die Art, wie sie mich Abend f\u00fcr Abend willkommen hiessen, war absolut fantastisch. Das Z7 f\u00fchlte sich f\u00fcr mich wie ein Zuhause an.<br><br>\n\n<strong>MI: Das Z7 ist weltweit bekannt und bei vielen Musikern sehr gesch\u00e4tzt. Viele K\u00fcnstler sind davon beeindruckt. Dir ging es in dem Fall genauso?<\/strong><br><br>\n\nAHF: Was das Z7-Konzert betrifft, so erinnere ich mich lebhaft daran wie elektrisierend der Auftritt und der Veranstaltungsort gewesen ist. Das Team vor Ort empfing uns wie eine Familie und jeder war unglaublich freundlich zu uns. Angefangen bei dem ausgezeichneten hausgemachten Essen bis hin zu der grossz\u00fcgigen Hilfe, die uns die Crew beim Soundcheck anbot. Diese Hingabe hat mich sehr inspiriert und war den ganzen Tag \u00fcber sp\u00fcrbar. Das besondere Team vom Z7 war so aufrichtig leidenschaftlich gegen\u00fcber der Musik, der lokalen Szene und den G\u00e4sten, dass dies einen tiefgreifenden Einfluss auf meine Vorbereitung hatte und den Weg f\u00fcr das ebnete, was wir an diesem Abend erlebt haben.<br><br>\n\nDeshalb geht es bei der Musik f\u00fcr mich um Gemeinschaft und hat absolut nichts mit Unterhaltung zu tun. Es geht immer darum, wie sehr ich bereit bin alles loszulassen, was einer Verbindung mit dem Publikum im Wege stehen k\u00f6nnte. Sei es als Einzelperson oder auch als Gruppe. Nur so k\u00f6nnen wir durch die Musik, durch Gef\u00fchle und Empfindungen f\u00fcr einen Augenblick eins werden. Andernfalls w\u00e4re es so, als w\u00e4re man eine Coverband, die ihre eigene Musik ohne pers\u00f6nliche oder kollektive Beteiligung nachspielt, was eine katastrophale Zurschaustellung von verk\u00fcmmertem Ego, sterilen Ambitionen und leerer Selbsterkenntnis w\u00e4re. Ich m\u00f6chte keine Computersequenzen starten und so zu tun, als w\u00e4re es etwas Besonderes. Kunst ist ehrlich, deshalb hat sie die F\u00e4higkeit, Menschen radikal zu ver\u00e4ndern. Dabei ist es egal wer wir sind und welche Art von Kunst wir m\u00f6gen. Authentizit\u00e4t kann man nicht vort\u00e4uschen. Manche m\u00f6gen sie, manche nicht. Aber am Ende des Tages weiss jeder, was ehrlich ist und was nicht. Ich versuche immer so transparent wie m\u00f6glich zu sein, auch wenn es sich manchmal sicherer anf\u00fchlt, ein emotionales Kost\u00fcm zu tragen.<br><br>\n\n<strong>MI: Ich habe diese unglaubliche Leidenschaft und Energie w\u00e4hrend des Auftritts absolut gesp\u00fcrt. Das war sehr erfrischend. Das hatte sicher auch etwas damit zu tun, dass man lange Zeit keine Live-Konzerte besuchen konnte. Es hat mir gezeigt, was Live-Konzerte bewirken k\u00f6nnen und wie wichtig sie sind. F\u00fcr das Publikum und f\u00fcr den K\u00fcnstler selbst. Wie erlebst Du diese, f\u00fcr uns alle, ganz neue Situation?<\/strong><br><br>\n\nAHF: Es war in der schlimmen Zeit der Pandemie schwer ertr\u00e4glich, dass sich Freunde, Fans und Familienmitglieder v\u00f6llig hoffnungslos f\u00fchlten. Einige von ihnen waren nicht in der Lage, sich aus ihrem wachsenden Mass an Dunkelheit heraus zu man\u00f6vrieren und trafen extreme Entscheidungen, um den Schmerz zu beenden. Das war f\u00fcr mich das schrecklichste Element einer Realit\u00e4t. Diese f\u00fchlte sich mehr wie ein Albtraum an, als alles andere. Ich verbrachte viel Zeit damit, den Menschen zu schreiben. Sei es \u00fcber Social Media oder indem ich handgeschriebene Briefe und Postkarten in die ganze Welt schickte. Das half mir, mit positiven Empfindungen verbunden zu bleiben. Es half mir auch das Gef\u00fchl daf\u00fcr zu bewahren, was es bedeutet, ein Mensch zu sein. Es ist wichtig, Mitgef\u00fchl und Empathie zu kultivieren und gleichzeitig meinen eigenen Grad an Verzweiflung zu akzeptieren. Ich habe gelernt zuzuh\u00f6ren und die Chance zu ergreifen, so gesehen zu werden, wie ich wirklich bin.<br><br>\n\nObwohl ich st\u00e4ndig Angst hatte, von anderen entt\u00e4uscht zu werden, oder aufgrund meiner Offenheit abgelehnt zu werden. Darum ging es mir mehr, als um alles andere. Das ist es, was ich auch mit auf die B\u00fchne bringe: Erfahrungen aus meiner Vergangenheit, zum Beispiel Erinnerungen an Menschen, die ich verloren habe und niemals betrauern konnte. Aber da ist auch Dankbarkeit daf\u00fcr, am Leben zu sein, zu kommunizieren, willkommen zu sein und andere willkommen zu heissen. Deshalb ist meine Kunst auch so leidenschaftlich und instinktiv, denke ich. Freiheit kann man nicht vort\u00e4uschen, genauso wie man die Stigmata der Verluste nicht leugnen kann.<br><br>\n\n<strong>MI: Das macht deine Musik so besonders. Du sprengst Grenzen zu verschiedenen Musikgenres und es ist schwer, den Sound zu kategorisieren. Das ist gut so. Ich bevorzuge Musik, die sich nur schwer in Worte fassen l\u00e4sst. M\u00f6chtest du uns trotzdem kurz sagen, wie du unseren Lesern deinen Stil beschreiben w\u00fcrdest?<\/strong><br><br>\n\nAHF: Ich w\u00fcrde sagen, es ist eine Mischung aus Instinkt, Improvisation, Hingabe und den Dingen einfach freien Lauf lassen. Das erkl\u00e4rt auch, warum jeder einzelne Auftritt als individuell und als kreativer Mix an unterschiedlichen Genre definiert werden kann. Aber ich denke die unglaublichste Art und Weise, wie ich beschrieben wurde, war \u201e\u2026ein kathartisches Orchester aus Gospel-Ger\u00e4uschen, das sich emotional in biblischen Proportionen entfaltet.\u201c Ist das nicht erstaunlich?! Nick Cave und Swans w\u00e4ren stolz auf mich! Aber du kannst mich immer noch mit Alex ansprechen\u2026 das h\u00e4lt mein Ego im Zaum!<br><br>\n\n<strong>MI: Wie entstehen die Songs? Wie beziehst Du die Band mit ein?<\/strong><br><br>\n\nAHF: Die Worte stehen im Mittelpunkt des Entstehungsprozesses. Manchmal ist es der Klang eines bestimmten Wortes bzw. der Kontext in dem es mir in den Sinn gekommen ist. Es geht um die Empfindungen, die es in mir ausl\u00f6st. Ich kann wochen- oder sogar monatelang von einem bestimmten Wort oder einem Ensemble von W\u00f6rtern besessen sein. Deshalb stehen die Projekttitel immer an erster Stelle, dann entstehen die finalen Titel und die Texte der Lieder. Danach entwickelt sich die Musik durch das, was diese Worte hervorrufen, indem sie Klangfragmente zum Leben erwecken. So l\u00e4uft das normalerweise ab. Nach diesem ganzen Prozess kommt die Zusammenarbeit mit dem Rest der Band und derselbe Prozess beginnt wieder und wieder, bis die Songs eine eigene Identit\u00e4t haben. Sie entwickeln sich von einer Probe zur n\u00e4chsten, von einem Konzert zum n\u00e4chsten. Die Idee oder die Vision f\u00fcr jeden einzelnen Song entwickelt und ver\u00e4ndert sich immer wieder neu. Ich vertraue nie auf Formeln und so kann es f\u00fcr die anderen Musiker ziemlich beunruhigend sein, nach dem Instinkt zu arbeiten. So wie es sicherlich auch ziemlich verwirrend sein kann, wenn man dazu angehalten wird, das Unsichtbare einzufangen. Jedes Projekt hat seine eigene Sprache, so dass die Bandmitglieder nach und nach lernen und verlernen m\u00fcssen. Deshalb gibt es auch einen st\u00e4ndigen Wechsel der Instrumente. Es gibt keine Bequemlichkeit in diesem speziellen Prozess. Ich bewundere sie sehr daf\u00fcr, dass sie sich auf diesen Wahnsinn eingelassen haben.<br><br>\n\n<strong>MI: Deine Kreativit\u00e4t und Innovation spiegeln sich auch in deinem Merchandising und in der Art und Weise, wie du mit deinen Fans kommuniziert, wieder. Du bietest sehr spezielle und ausgew\u00e4hlte Artikel in deinem Shop an. Vor allem profitieren die Mitglieder des \u201eSecret Family Cult Club\u201c. Kannst du uns ein wenig dar\u00fcber erz\u00e4hlen?<\/strong><br><br>\n\nAlex Henry Foster: Der \u00abSecret Family Cult Club\u00bb ist ein kollektiver gesch\u00fctzter Raum, den ich vor etwa 10 Jahren gegr\u00fcndet habe. Damals handelte es sich haupts\u00e4chlich um einen Blog \u00fcber soziale Themen und Kunst. Dann entwickelte er sich zu einer Gemeinschaft wie Facebook, in der die Mitglieder Profile hatten. Jetzt ist es eher ein offener Dialog, in dem ich tiefer auf meine verschiedenen Projekte eingehe. Sei es in Bezug auf Texte, Kl\u00e4nge oder ihre Formen und Auspr\u00e4gungen. Ich habe auch verschiedene musikalische Momente geteilt, die zu \u00abdirect-to-vinyl-limited-edition\u00bb LPs geworden sind. Da alles selbst entworfen und hergestellt wird, ist alles noch pers\u00f6nlicher und intimer. Merch, Sammler-LPs, Siebdruck-Poster, eigene Blogs, Videos und der Austausch von Nachrichten: F\u00fcr mich dreht sich alles um die menschliche Verbindung und die einzigartige Essenz des Clubs verk\u00f6rpert diese gemeinschaftlichen Werte perfekt.<br><br>\n\n<strong>MI: Du hattest eine schwierige Vergangenheit, glaubt man Berichten im Internet. Inwieweit hilft Dir die Musik f\u00fcr deine pers\u00f6nliche Entwicklung?<\/strong><br><br>\n\nAHF: Die Kunst ist die Erweiterung dieser st\u00e4ndigen pers\u00f6nlichen Ver\u00e4nderung, der ich mich verpflichtet f\u00fchle. Vielleicht liegt es daran, dass ich mich tief in meinem Inneren die meiste Zeit meines Lebens wie gel\u00e4hmt gef\u00fchlt habe und dadurch diese Sichtweise auf die Kunst entwickeln konnte. Sie hat sich entwickelt, aber ich f\u00fchlte mich irgendwie festgefahren. Je mehr ich diese Vergangenheit loslasse, ohne sie zu verleugnen oder ihre Geschichte umschreiben zu m\u00fcssen, desto mehr kann ich akzeptieren, wer ich bin. Manche Tage sind besser als andere, aber so sehe ich die pers\u00f6nliche Emanzipation. Wenn es ein Prozess ist, dann ist die Anerkennung der Kern. Die Tatsache, dass ich ziemlich transparent bin, befreit mich von der Scham unsicher und \u00e4ngstlich zu sein. Meine Bereitschaft anzunehmen, dass ich auch zerbrechlich und angeschlagen sein kann, bietet denjenigen, denen ich wichtig bin, die M\u00f6glichkeit mich so anzunehmen, wie ich bin.<br><br>\n\n<strong>MI: Du hast in einer kanadischen Zeitschrift dar\u00fcber gesprochen, dass Dein Vater Alkoholiker gewesen ist. Ich habe \u00e4hnliche Erfahrungen gemacht wie Du. Glaubst Du auch, dass all das, was dir widerfahren ist, der Schl\u00fcssel zu einem neuen, erf\u00fcllten Leben war?<\/strong><br><br>\n\nAHF: Auf jeden Fall. Die Tatsache, dass mein Vater sein Leben umgekrempelt hat, war ebenfalls sehr hilfreich. Auch wenn ich einige Zeit gebraucht habe, um ihm wirklich zu verzeihen. Ich war ein selbstzerst\u00f6rerischer Mensch \u2013 ich war schon immer zu intensiv f\u00fcr mein eigenes Wohl! Aber ich glaube, das letzte Gespr\u00e4ch, das ich mit meinem Vater an seinem Sterbebett hatte, hat mich unvorbereitet getroffen und mein Leben grundlegend ver\u00e4ndert. Er sagte mir etwas sehr Einfaches: \u201eDu hattest nie Angst vor dem Tod, Alex, aber was mich immer traurig gemacht hat, war die Tatsache, dass du immer zu \u00e4ngstlich warst, um wirklich zu leben. Das ist mein Gebet f\u00fcr dich: Lebe und sei frei von allem, was dich in deiner eigenen Dunkelheit gefangen h\u00e4lt. Gib dich nicht mit etwas anderem als der Freiheit zufrieden, mein Sohn.\u201c Das waren im Grunde seine letzten Worte. Er fiel in dieser Nacht aus dem Bett, konnte nicht mehr sprechen und starb in der folgenden Nacht. Diese Worte verfolgten mich, bis ich mir eingestand, dass er recht hatte. Es wurde ein langer Weg zur\u00fcck ins Licht. Und wenn ich auch immer noch nicht weiss, was es wirklich bedeutet, in vollen Z\u00fcgen zu leben oder frei zu sein, so bin ich doch entschlossen weiterhin meinem Instinkt zu folgen, anstatt nach etwas zu suchen, das mein selbst auferlegtes Elend rechtfertigen k\u00f6nnte.<br><br>\n\n<strong>MI: Du hattest im Mai 2022 eine neue Single ver\u00f6ffentlicht \u2013 eine Version von Lou Reed`s Song \u201eThe Power Of The Heart\u201c. Sehr emotionales St\u00fcck. Warum hast Du diesen Song gew\u00e4hlt?<\/strong><br><br>\n\nAlex Henry Foster: Es gibt viele Elemente in Lou Reeds Leben und seinem kreativen Universum mit denen ich mich identifizieren kann. Irgendwie geht insbesondere dieser Song, der ziemlich obskur ist und nie offiziell ver\u00f6ffentlicht wurde, f\u00fcr mich \u00fcber seinen k\u00fcnstlerischen Horizont hinaus. Ich hatte immer das Gef\u00fchl, dass dieser Song zeigt, wer Lou Reed im Innersten wirklich war. \u00abThe Power Of The Heart\u00bb hat eine reine Ausdrucksform und ist eine Liebeserkl\u00e4rung an Laurie Anderson, die damals seine zuk\u00fcnftige Frau wurde. Auch wenn es dem Rest meiner Band zun\u00e4chst nicht gefiel, war ich besessen von dem Song, seinem Kontext, seiner Reinheit, seiner tiefen Bedeutung und von der Einfachheit der Worte. Ich konnte ein ganzes Spektrum an emotionalen Farben in dem Lied wahrnehmen. Es dauerte jedoch eine Weile bis ich herausfand, was er f\u00fcr mich bedeutete. Doch dann f\u00fchlte ich mich gezwungen meine Empfindungen auszudr\u00fccken, indem ich den Song zu meinem machte. Ich wollte nie versuchen, Lou`s urspr\u00fcnglichen Entwurf nachzuahmen oder zu emulieren. Es war mir wichtig, dem Song eine eigene Identit\u00e4t zu geben.\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-694df6be elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"694df6be\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h3 style=\"text-align: center;\"><strong>Video Alex Henry Foster &amp; The Long Shadows \u2013 Winter Is Coming<\/strong><\/h3>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-244548a2 elementor-widget elementor-widget-video\" data-id=\"244548a2\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-settings=\"{&quot;youtube_url&quot;:&quot;https:\\\/\\\/www.youtube.com\\\/watch?v=Ai9GSXdUwvY&quot;,&quot;video_type&quot;:&quot;youtube&quot;,&quot;controls&quot;:&quot;yes&quot;}\" data-widget_type=\"video.default\">\n\t\t\t\t<div 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